Milchpulver für Waisenkinder (2014)

Im Jahr 2014 unterstützte das Internationale Komitee: Journalisten helfen e.V. Waisenkinder in Tansania. Hier ein Bericht von Ellie Berg und Annette Rüggemeier, die das Hilfprojekt vor Ort betreuen:

Hewa lebt mit seiner Familie mitten im südtansanischen Busch, nicht weit entfernt von der Grenze zu Mosambik. Die Menschen hier leben unter einfachsten Bedingungen. Hewas Mutter starb kurz nach der Geburt. Daraufhin kümmerte sich seine Oma um den kleinen Jungen. Aber wie so oft reichte ihre Milch nicht aus, um dem Baby eine ausreichende Nahrungszufuhr für eine gesunde und altersentsprechende Entwicklung zu ermöglichen. Deshalb wurde Hewas Familie in das „Milchpulver für Waisenkinderprogramm“ des CMML Mbesa Mission Hospitals aufgenommen. Milchpulver ist hier in Tansania (aufgrund der Monopolstellung eines einzigen Milchpulverherstellers) sehr teuer und sprengt meist die finanziellen Möglichkeiten der Menschen, die hier unter einfachsten Bedingungen mit Landwirtschaft (v.a. Mais) ihren Lebensunterhalt verdienen, und gerade die Mutter, meist Hauptversorgerin der oft kinderreichen Familien, verloren haben. Daher haben wir als Missionskrankenhaus uns zum Ziel gesetzt gerade diesen Familien zu helfen. Hier bekommen die Säuglinge monatlich kostenlos Milchpulver, sowie ein „Kleidungs-­Starter-­Paket“ zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen regelmäßige Untersuchungen und Gewichtskontrollen, um eine gute Entwicklung der Kinder sicherzu Stellen, und gegebenenfalls weitere Hilfsmöglichkeiten initiieren zu können. Uns ist es wichtig, dass die Kinder in ihren Familien bleiben können und nicht in Waisenhäusern aufwachsen müssen.

Wir haben uns sehr gefreut, als wir Hewa beim letzten Kontrolltermin gesehen haben. Er hat sich gut entwickelt und fängt schon an zu laufen. Da wir das Milchpulver kostenlos an die Familien verteilen, sind wir auf Unterstützung durch Spenden für Milchpulver angewiesen. Vielen Dank an alle, die unser Projekt unterstützen.

Auch Beat starb kurz nach der Geburt. Da niemand aus der Familie das Kind stillen konnte, war ihr Leben, kaum das es begonnen hatte, schon bedroht. Auch ihre Familie bekommt nun regelmäßig Milchpulver. Ihre ältere Schwester zieht das Mädchen mit ganz viel Liebe und Hingabe groß. Inzwischen ist Beatrice 1 ½ Jahre alt und wie unschwer zu erkennen ist, ein gesundes, properes und fröhliches Mädchen. Asante sana! Vielen Dank, besonders auch im Namen der Kinder und Familien für Ihre Unterstützung!
Ellie Berg                                            Annette Rüggemeier
Leiterin                                               Ärztin der Kinderstation
CMML MissionKrankenhaus         CMML MissionKrankenhaus

Weitere Infos zum Mbesa Mission Hospital: www.mbesahospital.com

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