Die meisten Wanderarbeiterfamilien in Rajasthan, Indien, schicken ihre Kinder nicht zur Schule. Gründe dafür reichen von sozialem Irrglauben, dass die Bildung ohnehin nichts nützt, bis zum wirtschaftlichen Zwang, das Familieneinkommen durch die Mitarbeit der Kinder zu erhöhen.
Sie ziehen oft bis zu 10 Monaten im Jahr auf der Suche nach Lohnarbeit durch indische Großstädte und melden deshalb ihre Kinder nicht in staatlichen Schulen an, sondern nehmen sie mit, die dann in einer Umgebung aufwachsen, die Bildung nicht nur ausschließt, sondern lebenslange Entbehrungen durch Arbeit und Knechtschaft befördert.
Ziel des Barefoot College Projektes ist es, pro Schuljahr jeweils 55 Mädchen und Jungen aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen durch den Schulbesuch und der Unterbringung vor Ort einen formalen Bildungsabschluss zu ermöglichen und damit auch ihre späteren Beschäftigungschancen und Einkommenssituationen zu verbessern.
Das Projekt arbeitet auf mehreren Ebenen. Zusätzlich zu einem Bildugsprogramm erhalten sie hier vierteljährliche Gesundheit-checkups, werden regelmäßig geimpft und auf Mangelernährung und andere gesundheitliche Probleme und körperliche Schäden untersucht.
Jedes Mal werden eine allgemeine Körperdiagnose, ein HB-Test sowie Größe und Gewicht durchgeführt. Die Schüler können zur Zahnbehandlung an Tilonia-Zahnärzte überwiesen werden. Alle notwendigen Impfungen werden durchgeführt.
Für jedes Kind wird ein Gesundheitsbuch angelegt. Alle Details der Gesundheitschecks werden darin aufgezeichnet, um eine Historie der medizinischen Checks jedes Kindes zu erstellen.
Zum Gesundheitsprogramm gehören auch Workshops zu Mundhygiene, Menstruation, Tabakkauen, Hygiene und psychische Gesundheit.
Das Internationale Komittee Journalisten helfen e.V. hat das Barefoot College Schulprojekt von Friends-for-Hope.e.V. München mit 750 EUR für die Health-checkups unterstützt.







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